Schon wieder Anarchie in Neuruppin. McDonalds macht Gesetze.

Die Coronapandemie würde sicher nicht so nerven, würden alle das gleiche tun. Doch nicht nur Länder machen alles unterschiedlich, auch Kreise, Städte, Dörfer. Und Geschäfte. Den neuesten Streich bringt jetzt die McDonalds Niederlassung in Neuruppin.
Zahlreiche Bürger und vermutlich ehemalige Kunden von McDonalds meldeten sich die Tage in unserer Redaktion, um ihrem Unmut freien Lauf zu lassen. McDonalds Neuruppin fordert neuerdings das tragen einer Maske. Im Drive-in, im Auto, auch, wenn man alleine im Auto sitzt.
Was unvorstellbar schien, haben wir heute am eigenen Leib erfahren.
Die junge Frau, die sich unserem Reporter Klaus Baumdick als Filialleiterin vorstellte, erklärte ihm ganz unverhohlen, keine Maske, keine Bedienung.
Und wenn ihm das nicht passt, er müsse ja dort nichts kaufen. Sofort in die Diskussion schalteten sich ziemlich unflätig weitere Mitarbeiter ein, die ihn zum tragen der Maske aufforderten.
Der Hinweis, ein Fahrzeugführer dürfe sich nicht verhüllen, war für die McDonalds Beschäftigte nicht von Interesse, und pochte auf ihr Hausrecht. Konfrontiert mit der Straßenverkehrsordnung geriet sie dann zwar ins schlingern, pochte aber weiter auf ihr Hausrecht, doch das kann in dem Fall nicht gelten. Per Hausrecht darf sie zwar das Auto vom Grundstück verbannen, nicht aber in den Innenraum des Fahrzeuges eingreifen, da in einem Fahrzeuginnern die Unverletzlichkeit der Wohnung gilt.  Das würde im Vergleich etwa so sein, als wiese der Bürgermeister an, jeder Mieter einer Wohnung müsse zu Hause in seiner eigenen Wohnung eine Maske tragen, auch, wenn dieser sich alleine in der Wohnung aufhält.
Nein, es wäre eine Anordnung des McDonalds Konzerns und zumindest in Brandenburg müsse jede McDonalds Filiale so handeln, erklärte sie. Weil diese Aussage doch stark unglaubwürdig klingt, fragten wir bei McDonalds direkt nach, denn im Gespräch erklärte die Filialleiterin, sie wären direkt dem Konzern angeschlossen.
Eine Antwort steht zur Stunde noch aus.
Sehr interessant war zudem die Aussage, “Sie müssen hier ja nichts kaufen”.
Nein, müssen müssen wir nicht. Tun wir im Regelfall auch nicht. Die Alleingänge einzelner Bürger mit autoritärem Gehabe sollten aber ein Alarmsignal sein, denn es werden immer mehr Menschen, die sich im Recht wähnen und ihre eigenen Gesetze formulieren.
Das gilt nicht nur für Ostprignitz-Ruppin, sondern ganz Deutschland. Wenn wir dem nicht schnellstens entgegenwirken, wird es nicht mehr lang zur Anarchie hin sein. Noch vor einem halben Jahr hat man die Gegner der Coronamaßnahmen als Verschwörungstheoretiker geächtet. Heute stellen wir fest, dass es fast kein Argument dieser Verschwörungstheoretiker gibt, welches sich zum heutigen Tage nicht bewahrheitet hat.

Übrigens hat der Gegentest an einem anderen McDonalds problemlos funktioniert. Ohne Maske kam die Bestellung prompt aus dem Fenster.

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