Kundgebung „Schutz von deutschen Kindern vor Ausländern“ auf dem Schulplatz

Neuruppin – Heute fand auf dem Neuruppiner Schulplatz um 16:30 Uhr eine Kundgebung unter dem Titel “Gewalt von Migranten und Flüchtlingen gegen deutsche Schüler – Schutz von deutschen Kindern vor Ausländern“ statt.

Unter normalen Voraussetzungen wäre dies alles keine Meldung wert. Doch prompt nach der Polizeimeldung, ein tschetschenischer Schüler habe einen deutschen Schüler geschlagen, liefen Mitglieder des Studierendenverbandes ESTA, Neuruppin bleibt bunt und diverse andere Vertreter sozialistischer und marxistischer Volksfrontkämpfer und Sympathisanten Sturm gegen den Hinweis, der Gewalttäter sei ein Tschetschene.

Die Gegenveranstaltung zur Kundgebung soll als interreligiöse Andacht in der Klosterkirche Sankt Trinitatis, für Toleranz, ein friedliches Miteinander, Respekt, Gewaltfreiheit und ein klares Nein zu populistischer Hetze vermitteln.

Der geneigte Leser wird sich ein Lachen nun nicht verkneifen können. Für Toleranz aber gegen populistische Hetze und dazu auch noch gewaltfrei. Die einzige Gewalt, die bei vergangenen Veranstaltungen geschah, ging von eben diesen Gegenveranstaltungen aus.

Aus diesem Grund rückte die Polizei schon seit den Morgenstunden mit einer für Neuruppiner Verhältnissen sehr umfangreichen Stärke an.

Mit etwa einer Hundertschaft war die Polizei vor Ort. Begründet wurde dies unter anderem damit, weil am Wochenende noch eine Dritte Demonstration angemeldet wurde. Nämlich die als religiöse Andacht getarnte Aktion von Neuruppin bleibt bunt. Diese religiöse Andacht für Toleranz, ein friedliches Miteinander, Respekt, Gewaltfreiheit und ein klares Nein zu populistischer Hetze zog später lautstark unter „Nazis raus“ Rufen und lautem Gegröhle zum Lied der Ärzte „Schrei nach Liebe“, in dem politisch rechtsgerichtete Menschen verurteilt werden, zum Braschplatz, auf dem die zweite Gegenveranstaltung abgehalten wurde.

Auf Seiten des Elternbündnisses und der AfD eröffnete der ehemalige Kreisvorsitzende Michael Nehls, der wie üblich eine mehr als müde Vorstellung abgab und zu befürchten war, dass die Teilnehmer gelangweilt das Weite suchen könnten. Zu diesem Zeitpunkt waren etwa 80 Teilnehmer auf dem Schulplatz anwesend.

Nehls kritisierte Neuruppins Bürgermeister Jens Peter Golde. Nehls hatte um einige Worte des Bürgermeisters gebeten, doch der sagte ab und wollte lieber bei der Gegenveranstaltung zugegen sein.

Die Mutter eines der Opfer erklärte, es käme regelmässig zu deutschenfeindlichen Übergriffen an der Schule.

Der AfD Bundestagsabgeordnete Norbert Kleinwächter kritisierte in seiner Rede die Gegenveranstaltung, die in bei ihrer Andacht zur Kommunikation und Diskussion aufgerufen hatte, jedoch auf dieser Veranstaltung lieber nicht kommunizieren und diskutieren wollte.

Kleinwächter erklärte weiter, es gäbe bundesweit 80.000 Körperverletzungen an deutschen Schulen – jedes Jahr.

Gleichzeitig erklärte er, die AfD habe kein Problem mit Ausländern, jedoch mit der Frage, wer in unsere Gesellschaft passt.

Weiterhin hatte Kleinwächter um eine Stellungnahme der Schule gebeten. Die Bitte blieb unbeantwortet.

Alle Veranstaltungen verliefen ohne Zwischenfälle.