Gnewikow: Infizierte Flüchtlinge ins Jugendcamp deportiert

Neuruppin stellt sich stets als bunt und weltoffen dar. Umso mehr die Einwohner, die sich in grosser Zahl stolz Neuruppiner nennen und nicht umhinkommen, sich als bunt und weltoffen zu bezeichnen.

Nun muss man sich die Frage stellen, was der Neuruppiner als bunt und weltoffen definiert.

Dieser Tage wurden erst 42 an Covid-19 erkrankte Flüchtlinge aus Rheinsberg ins Jugenddorf nach Gnewikow verbracht.
Der Hintergrund war klar, hier ist ein abgeschlossenes Gelände, hier kann eine Quarantäne durchgeführt werden.

Warum die Stadt oder der Kreis vergaß, den Einwohnern davon im Vorfeld zu berichten? Man weiß es nicht.
Warum die Stadt oder der Kreis das Vorhaben in einer Hau-Ruck Aktion, oder wie Einwohner es nennen, Nacht und Nebel Aktion, durchführte? Man weiß es nicht.

Immerhin passen Sicherheitsleute auf, dass nicht aus versehen einer der Infizierten das Gelände verlässt.
Sollten sie zumindest.

Denn es mehren sich Berichte von Anwohnern, die sich beim Sicherheitspersonal beschwerten, dass eben doch unter Quarantäne befindliche im Ort frei umherlaufen.
Das Sicherheitspersonal soll geantwortet haben „Was sollen wir denn machen, die verstehen uns doch nicht und interessieren tut es sie auch nicht.“

Die Polizei dementiert hingegen, dass es sich um infizierte handelt, sondern um ganz normale Einwohner in Gnewikow.
In einem Fall handelte es sich um eine tschetschenische Familie, die bis vor wenigen Tagen noch niemand im Dorf kannte.