Aufregung um Polizeimeldung

Vorgestern erregte in den sozialen Medien eine Pressemitteilung der Polizei Teile der Bevölkerung aus dem Kreis.

Es ging um folgende Meldung:

Neuruppin – In einer Schule in der Artur-Becker-Straße kam es am gestrigen Montag zu gleich zwei körperlichen Auseinandersetzungen gegen einen 15-jährigen Schüler. Ein 16-jähriger Tschetschene wurde zunächst von einem Lehrer daran gehindert, den 15-Jährigen in einer Schulpause zu schlagen. Ein 14-jähriger deutscher Schüler stand später Wache, als ein weiterer unbekannter Tschetschene ins Klassenzimmer kam und den 15-Jährigen mit der Faust ins Gesicht schlug. Die zu Hilfe gekommenen Mitschüler wurden von dem Unbekannten ebenfalls im Gesicht verletzt. Sie wurden vor Ort ambulant behandelt, der 15-Jährige wurde aufgrund seiner Kopfschmerzen und der großen Beule am Kopf zur Beobachtung ins Krankenhaus gebracht.

Besorgte Bürger erregten sich über den Umstand, es würde mit dieser Meldung gegen Tschetschenen gehetzt.
Gerade in Berlin und im Berliner Umland haben sich viele Menschen angesiedelt, die für eine ganz besondere politische Korrektheit einstehen. Oft sind es die gleichen Bürger, die für einen neuen Sozialismus oder Marxismus einstehen und in Teilen gewaltsam gegen Personen vorgehen, die in ihren Augen eine falsche Einstellung an Glauben haben. So sind Befürworter der AfD, der Identitären Bewegung oder diverser Pegida Ableger grundsätzlich für diese besorgten Bürger Personen, die aus der Gesellschaft entfernt gehören.

Die Berliner Polizei veröffentlicht daher überhaupt keine Hinweise auf Staatsangehörigkeiten oder ethnische Herkunft mehr. Dies führt jedoch regelmäßig auf den sozialen Medien zu wilden Spekulationen über die wahre Herkunft der Täter.

Tschetschenen füllen regelmäßig die Polizeimeldungen, wie beispielsweise bei einer Hochzeit im April letzten Jahres in Kyritz, bei der die Polizei eingesetzt werden musste, um sicher zu stellen, dass es keine Verletzten geben wird.

Einzelne Brandenburger Landkreise verweigern mittlerweile sogar schon die weitere Aufnahme von Tschetschenen.