Banoi, Neuruppin

Der Ruppiner als solches ist bekanntermassen Preusse, was eben unter anderem bedeutet, das Sprichwort „Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht“ könnte hier entstanden sein.

Zugleich ist der Ruppiner als solches zutiefst empört, wenn man ihn darauf anspricht.

So kann ich mich an einen wahren Shitstorm auf Facebook erinnern, als ich fragte, ob Neuruppin denn überhaupt bereit sei für ein Restaurant wie das Banoi in der Karl-Marx-Strasse 102 am Rheinsberger Tor.

Als weltbereister Westfale, glaube ich, darf ich diese Frage stellen.

Nun, wie sich herausstellte ist Neuruppin doch nicht bereit für ein Konzept wie das Banoi.

Es handelt sich beim Banoi um die Wiederauferstehung eines vietnamesischen Restaurants in wirklich hervorragender Atmosphäre mit qualitativ hervorragenden Speisen, allerdings logischerweise auch für einen Asiaten zu hohen Preisen. Nach meiner Einschätzung wäre das Banoi in Berlin der Brüller und täglich bis auf den letzten Platz voll.
Die Neuruppiner gehen nach eigenem Bekunden auf Facebook lieber wieder zu „ihrem Chinesen“.

Dem weltgewandten Touristen kann ich das Banoi nur empfehlen, auch wenn die Neuruppiner den „Laden“ schlecht reden.

Das Ambiente ist toll, das Essen ist hervorragend, hier und da mag man den ein und anderen Verbesserungsvorschlag anbieten wollen, insgesamt gesehen spielt das Banoi aber ganz weit vorne in Sachen qualitativ hochwertiges vietnamesisches und japanisches Essen mit.
Das Konzept der edlen Einrichtung gefällt mir ausgesprochen gut und das goldene Besteck setzt allem noch die Krone auf.