Wahlplakate zerstört – Täter gefasst

Als wir gestern Abend über die Zerstörung der Wahlplakate des AfD Kandidaten Klaus Baumdick berichteten, wussten wir nicht, dass die Täter der Zerstörung in der Heinrich-Rau Strasse bereits gefasst waren.

Im Rahmen der Streife fielen Polizeibeamten gestern gegen 20.30 Uhr insgesamt sechs angegriffene doppelseitige Wahlplakate in der Heinrich-Rau-Straße und in der Fehrbelliner Straße auf, welche anlässlich der Bürgermeisterwahl am 08.11.2020 mit Kabelbindern an Laternen befestigt worden waren. Die beschädigten Plakate wurden sichergestellt. Ein Zeuge meldete sich gegen 21.10 Uhr in der Polizeiinspektion Neuruppin, welcher beobachtet hatte, wie zwei deutsche Männer im Alter von 21 und 23 Jahren und eine 21-jährige deutsche Frau die Plakate beschädigt hatten und dann mit einem Pkw Renault davongefahren waren. Aufgrund des erkannten amtlichen Kennzeichens wurde das Fahrzeug später in der Neustädter Straße angehalten und kontrolliert. Im Fahrzeug befanden sich die durch den Zeugen beschriebenen Personen. Das Fahrzeug wurde durchsucht, dort konnten keine Beweismittel aufgefunden werden. Gegen alle drei wird nun wegen Sachbeschädigung ermittelt. Der Gesamtschaden beläuft sich auf zirka 140 Euro. Weiterhin bestand für den Renault kein Versicherungsschutz, woraufhin gegen die 21-jährige Halterin eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz aufgenommen wurde. Das Kennzeichen wurde entstempelt.

Baumdick erklärte dazu: „Demokratie ist, wenn das Volk frei wählen darf, wem man sein Vertrauen ausspricht. Damit kann man einverstanden sein oder auch nicht. Einen Kandidaten bzw. den Wähler aber zu behindern, zu beeinflussen, zu bedrohen oder einfach nur den Bewerber unsichtbar zu machen, indem man Wahlplakate zerstört, ist anti-demokratisch und wurde in der finsteren Zeit der Faschisten so gehandhabt. Wir haben keinen Platz für Faschisten in unserer Zeit und auch nicht in unserer Stadt und schon gar nicht für jene, die sich Antifaschisten nennen aber wie Faschisten handeln.“

Auf die Frage, ob Baumdick Schadenersatzansprüche stellen wird, erklärte er, er warte die Ermittlungen und das Strafverfahren ab und dann wird selbstverständlich noch die Schadenersatzforderung im Zivilverfahren fällig.

Zugleich bittet Baumdick darum, den bei der Polizei namentlich bekannten Zeugen ausfindig zu machen, der sich seine 100,- Euro Prämie redlich verdient hat.
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