AfD gibt Kandidaten zur Bürgermeisterwahl bekannt

Neuruppin – AfD gibt Kandidaten zur Bürgermeisterwahl bekannt

Förmlich bis zur letzten Minute wartete die AfD mit der Bekanntgabe ihres Kandidaten zur Wahl des Neuruppiner Bürgermeisters am 8.November.
Der Grund war eine Neuwahl aufgrund einiger Formfehler, die man zwar hätte bereinigen können, jedoch wollte sich die AfD nicht angreifbar machen. Das geschah bereits von innen heraus, da es zwei Bewerber für die Kandidatur gab. Baumdicks Konkurrent war der Neuruppiner Arnd Heymann, der schon mehrfach in Neuruppin Aufmerksamkeit erhielt. Bekanntheit erhielt Heymann durch den Kauf des Anlegers in Wustrau, weshalb die Ruppiner Schiffahrtsgesellschaft dort nicht mehr anlegen konnte, da Heymann den Anleger als Privatgelände ausweist und jeglichen Zutritt verbietet.

Auch parteiintern vertritt Heymann seine Forderungen mit allen erlaubten und unerlaubten Mitteln.

Als im Juli die erste Wahl zum Bürgermeisterkandidaten durchgeführt wurde, forderte Heymann ein, dass nur Neuruppiner Mitglieder wahlberechtigt sein sollten. Durch direkte Einflussnahme vor und während der Wahl, erhoffte Heymann zusätzliche Stimmen für sich verbuchen zu können. Doch er unterlag bereits im ersten Wahlgang Klaus Baumdick klar.

Daraufhin verließ Georg Kamrath aufgrund seiner Enttäuschung sofort die Partei, nicht ohne Baumdick scharf zu kritisieren, dass er sich hat aufstellen lassen um somit Heymann Chancen zu nehmen.

Bei der zweiten Wahl, am 1.September, welche von der Brandenburger AfD Landtagsabgeordneten Birgit Bessin begleitet wurde, forderte Heymann diesmal, dass alle Kreismitglieder wählen sollten. Heymann hatte eigens hierzu Mitglieder von außerhalb Neuruppins rekrutiert.
Doch konnte Baumdick wieder die Wahl klar für sich entscheiden.

Auf die Frage, was Baumdick als Bürgermeister besser machen wolle, erklärte er, Neuruppin hat viel Potential, gerade im Tourismusbereich. Er verstehe nicht, warum die Stadt nicht endlich etwas tut, um Touristen eine schöne Zeit in Neuruppin verbringen zu lassen. „Schauen Sie auf das Bollwerk, wo zwar nach den Parties morgens früh immer sauber gemacht wird aber warum kann man nicht schon in der Nacht Personal vom Ordnungsamt dafür Sorge tragen lassen, dass Touristen keine Angst vor fliegenden Flaschen haben müssen? Oder die immer mehr werdenden Graffiti? Man kann doch Planstellen schaffen um auch Nachts für ein klein wenig Ordnung zu sorgen. Man hört nur immer, es sei kein Geld da. Und das will ich ändern!“.

Weiterhin erklärte Baumdick, es sei noch nicht das komplette Wahlprogramm durchdacht aber ein ganz grosser Punkt läge ihm auf dem Herzen und das seien die Sachbeschädigungen an den Autos von den stadtbekannten Dauerstraftäterinnen. Hier würde der Bürger alleine gelassen. Die Täterinnen werden nicht bestraft aber Geld haben sie auch nicht um den Schaden zu bezahlen. Der Argumentation des Gerichts, eine Demokratie müsse auch solche Leute aushalten, ziehe für die Geschädigten nicht. Wenn es eine Demokratie aushalten muss, so Baumdick, dann muss es eine Stadt eben auch aushalten, für den Schaden aufzukommen und nicht den Bürger alleine zu lassen.

Weiter liegen Baumdick mehr Unterstützung für den Tierschutz auf dem Herzen, mehr Unterstützung der Bürger beim Denkmalschutz als auch bei der Grünstreifenpflege in den Ortsteilen sowie dem grundsätzlichen Punkt der AfD, weitaus mehr Bürgerentscheide in Neuruppin zu ermöglichen.
„Der Bürger lebt hier, der Bürger zahlt hier seine Steuern, also soll der Bürger auch über seine Stadt entscheiden können.“, so Baumdick.

Die AfD steht seit Anbeginn für eine Basisdemokratie nach Schweizer Vorbild.

Überhaupt glaubt Baumdick, die Ortsteile würden viel zu wenig Beachtung unter dem jetzigen Bürgermeister Jens-Peter Golde finden. Alleine die Tatsache, dass die beliebten Erntefeste von keinem Ortsteil mehr durchgeführt werden wollen, zeigt, da ist Handlungsbedarf, so Baumdick.

Weiterhin möchte Baumdick die Innenstadt schöner gestalten.
Zum Beispiel könne man auf dem Schulplatz wieder Blumenkübel aufstellen.
„Fährt man übers Land durch andere Städte ringsherum, dann sehen die einfach schön aus. Da hängen Blumen an Laternen oder die Strassen sind mit Blumenkübeln gesäumt. Neuruppin ist einfach nur graue Stadt. Warum kann man es hier nicht etwas schöner machen?“ erklärt Baumdick.
„Klar kostet das alles Geld und Neuruppin hat kein Geld. Es gibt aber etliche Möglichkeiten, etwas schönes zu schaffen, auch ohne das Neuruppin über seine Verhältnisse leben muss.“