Grenzschliessung OPR, Klatsche für den Landrat

Neuruppin – Wer in Ostprignitz-Ruppin lebt, der weiß, Gesetze, die werden hier gerne einseitig ausgelegt. Wenn sich die Behörden überhaupt daran halten. Gerne schalmeit es in hiesigen Behörden dem Bürger entgegen, Gesetze interessieren nicht, hier interessiert, was die Behörde sagt.

Nicht selten fühlt man sich an den Bullen von Tölz erinnert, vor allem an den Landrat, der gerne und ausschweifend windige Geschäfte zu Lasten der Bürger durch zieht.

So auch dieser Tage, als der Landrat Ralf Reinhardt (SPD) seiner Profilneurose neuen Schwung gab und einfach so mir nichts, dir nichts die virtuelle Grenze zum Landkreis Ostprignitz-Ruppin aufgrund der Corona-Krise für geschlossen erklärte und alle Touristen und solchen, die nicht in den Landkreis gehörten, drei Tage Zeit gab, auszureisen.

Das fanden die anderen Landräte ringsherum gar nicht gut. Und auch Ministerpräsident Woidke fand das gar nicht gut. Und zwei Berliner, die fanden das auch nicht gut, besitzen sie doch im Kreis Ferienwohnungen, die sie jetzt auch nicht mehr aufsuchen durften.

Sie klagten vor dem Verwaltungsgericht Potsdam und bekamen Recht. Die Berliner dürfen hier einreisen.

Und der Landrat?

Er will die Urteilsbegründung abwarten und dann ggf. Rechtsmittel einlegen.