Brandenburger AfD gibt Listenplätze bekannt

Heute zwischen 6:30 und 7:15 Uhr hat wurden nach dreitägigem Parteitag die Listenplätze zur Landtagswahl 2019 in Brandenburg bekannt gegeben.

Nicht gewählt wurde der aus dem Kreis OPR stammende, frühere Kreisvorsitzende Michael Nehls.
Nehls konnte gerade einmal jede vierte aller Stimmen für sich verbuchen.

Zum Spitzenkandidaten mit 319 Ja, 113 Nein und 43 Enthaltungen wurde der Landesvorsitzende Andreas Kalbitz gewählt.

Auf Platz 6 gewählt wurde Lars Hünich. Hünich ist bereits seit fünf Jahren die gute Seele der Fraktion. Er ist quasi der Kümmerer für sämtliche Belange der Parteiarbeit.
Hünich wendete die letzte seiner sechs Minuten Vorstellungszeit für einen Aufruf an die Presse, doch endlich über die Verschleppung von Billy Six zu berichten. Six sitzt seit November 2018 in der venezolanischen Hauptstadt Caracas in dem Gefängnis „El Helicoide“, das von der Geheimpolizei Sebin genutzt wird.

Platz 19 konnte Leyla Bilge vereinnahmen. Die Kurdin sprach sich gegen den Islam aus, konvertierte zum Christentum und setzt sich heute für Frauenrechte, insbesonders im Islam ein.

Bei der Bekanntgabe des Wahlergebnisses wurde immer wieder tosender Applaus laut, wenn einzelne Mitglieder nicht gewählt wurden. Dieser zunächst unfreundlich anmutende Umstand hat seine Erklärung darin, dass das Wahlverfahren, welches dazu führte, dass die Wahlkommission die ganze Nacht hindurch Stimmen auszählen musste, von eben diesen Mitgliedern gefordert wurde.
Es wurde das sogenannte Akzeptanzwahlverfahren durchgeführt, bei dem es nur einen einzigen Wahlgang gibt.
Genau diese Mitglieder waren jedoch bei der Auszählung nicht anwesend sondern im Gegensatz zur Wahlkommission vermutlich im Bett. Da verwundert eine solche Reaktion nicht weiter.

Um 7:22 Uhr wurde der Parteitag mit dem absingen der Nationalhymne beendet.

Die Brandenburger AfD darf laut aktuellen Umfragen auf ein Wahlergebnis um 25 bis 30 Prozent hoffen.
Dieser Umstand treibt den anderen Parteien bereits jetzt die blanke Panik in die Augen. So wurden bereits jetzt, neun Monate vor der Wahl, Stimmen aus CDU und SPD laut, eine Regierungsbildung werde sehr schwer werden, da die AfD so stark sei.
Ein Demokrat sollte meinen, wenn eine Partei sehr stark ist, also vom Wähler gewählt wurde, so würde diese auch regieren. Es könnte dieses Jahr zum ersten mal seit bestehen der Bundesrepublik Deutschland dazu kommen, dass alle anderen Parteien koalieren, nur um gemeinsam nicht die AfD an die Regierung zu lassen.
Es wird ein sehr spannendes politisches Jahr werden.