Venezuela: Deutscher Kriegsberichterstatter in Haft

Wie erst jetzt bekannt wurde, ist Billy Six, ein deutscher Kriegsberichterstatter, in Venezuela bereits Mitte November verhaftet worden. Es gelang Six, eine Botschaft aus dem Gefängnis zu schmuggeln, die zudem Folter vermuten lässt.
Venezuela ist seit Jahren in der Krise und steht am Rande eines Bürgerkrieges. Die Meinungsfreiheit ist eingeschränkt, freier Journalismus gesetzlich verboten. So dürfen Meldungen, die Gewalt und Hass schüren, nicht verbreitet werden, wobei die Entscheidungsbefugnis, was Gewalt und Hass schürt, bei der Polizei liegt. Beim Eingriff in die Meinungs- und Pressefreiheit sind durchaus Parallelen zu Deutschland erkennbar. Haftstrafen gab es bisher zwar nur für die wirklichen Hardliner aber dafür Geldstrafen. Zuletzt für die Iranerin Laleh Hadjimoham (heute deutsche Staatsangehörigkeit), die aus Sicht deutscher Richter negativ über den Islam berichtet hat und zu einer Geldstrafe von 9.000 Euro verurteilt wurde.
Grund zur Sorge bereitet ebenfalls, dass viele Menschen in Venezuela hungern, da es selbst an einfachsten Nahrungsmitteln fehlt.
In Deutschland berichten zunächst nur die Deutsche Welle und die Wochenzeitschrift Junge Freiheit über Six Inhaftierung. In den sozialen Netzen findet Six mehr und mehr Beachtung.
Offenbar recherchierte Six in Venezuela zu einer neuen Massenmigrationswelle, wie seine letzten Veröffentlichungen auf youtube zeigen. Das Six damit wohl nicht falsch lag, zeigen die aktuellen Zustände in Mexico, insbesonders Tijuana. Dort sammeln sich immer mehr Flüchtlinge und versuchen eine Einreise in die USA.

Eines der letzten Videos von Billy Six

Billy Six wurde vielfach kritisiert wegen seiner Berichterstattung während der Flüchtlingskrise in Deutschland, unter anderem wegen diesem Video.