Der Tempelgarten in Neuruppin

Der Tempelgarten in Neuruppin ist die Gründung und Schauplatz der Freizeitvergnügungen eines jungen Kronprinzen, der im Jahre 1732 als 20-jähriger von seinem Vater zum Regimentskommandeur mit Sitz in Neuruppin bestimmt wird.

Es ist derselbe, der 23 Jahre später von seinen Zeitgenossen erstmals als „Friedrich der Große“ tituliert, noch später im geheimen auch „der Alte Fritz“ genannt wird.

Die genaue Geschichte findet der geneigte Leser hinter diesem Link, denn ich möchte nicht eine weitere Kopie der geschichtlichen Beschreibung anfertigen, ich möchte hier

einige Dinge erzählen, die man sonst nicht so freizügig findet.

Tempelgarten Haupteingang

Der Tempelgarten in seinem heutigen Aussehen ist massgeblich die Kaufmannsfamilie Gentz verantwortlich. Sie wissen schon, das ist die Familie, die dem Gutshaus Gentzerode den Namen gab.

Interessant zu wissen ist, dass der Tempelgarten einerseits an die Stadtmauer angeflanscht wurde und andererseits auf und zwischen der alten Wallanlage integriert wurde.

Von dort schaute einer Sage nach, die Soldaten den fliehenden Schweden hinterher.

Tempelgarten Haupteingang

Aber wo wir schon bei einer Sage sind, Sagen gibt es im Ruppiner Land sehr sehr viele und auch sehr interessante.

Eine davon findet man im Tempelgarten.

Und zwar genau an der Stelle, an der die Mauer eine starke Auswülstung hat und eine Frau aus Sandstein vorgesetzt ist.

Der Sage nach war zur Zeit des Mauerbaus eine ledige Frau Schwanger. Weil dies im Mittelalter schon eine Todsünde war, tötete die Frau Ihr neugeborenes Kind.

Daraufhin wurde sie zur Strafe lebendig mit eingemauert.

Bis heute hat sich niemand getraut, nachzuprüfen, ob es in der Mauer einen Hohlraum gibt oder dort gar eine Leiche vorhanden sein könnte.

Andererseits gibt es keine andere logische Erklärung für die Ausbuchtung in der Mauer, die es im übrigen auch nur an dieser Stelle gibt.

Die eingemauerte Frau
Apollotempel

Hier gibt es dann noch Hinweise auf den Appollotempel

Kronprinz Friedrich

Der Eintritt in den Tempelgarten ist übrigens kostenlos.