Mehrere Einsätze in Buskow

Der Neuruppiner Ortsteil Buskow dürfte bei einer Auswertung der pro Kopf Polizeieinsätze je Einwohner zumindest bundesweit einen der vordersten Plätze belegen.
Alleine auf einhundert Polizeieinsätze in vier Jahren brachte es ein Nachbarschaftsstreit zwischen einer Alkoholikerfamilie und einer Psychopathin. Der einhundertste Polizeieinsatz ging dann auch einher mit einer wenige Tage später folgenden Wohnungsräumung der Psychopathin, die ihrem Vermieter mehrfach mit dem Tod drohte und durch Unterschriftenfälschung Geld vom Konto des Vermieters abbuchen ließ. Fantasie haben sie, die Verrückten in Buskow. Und so ist in die Fußstapfen der Psychopathin eine andere getreten. Eine jüngere, sehr hübsche Frau (38), die selbst weiß, dass sie ein schweres Alkoholproblem hat und die so weise ist, wenn sie den Kanal voll hat, sprich, ausreichend getankt hat, zu wissen, sie könnte sich selbst etwas antun. Regelrechte Panikattacken hat sie, seitdem sie sich selbst versehentlich in Brand gesteckt hatte. Im Winter, als sie den Ofen anheizen wollte. Dabei übergoss sie versehentlich ihre Beine mit Brennspiritus und stand dann lichterloh in Flammen. Ohne die sofortige Hilfe ihrer Nachbarn dürfte sie diesen Abend nicht überlebt haben. Das saufen ließ sie nicht bleiben aber sie ist seitdem vorsichtiger. Wenn sie also den Kanal voll hat, das sind dann so um die 3,5 Promille, dann ruft sie den Rettungswagen und lässt sich einweisen. Weil sie dann hilflos ist, wie sie sagt. Doch irgendwann kam es, wie es kommen musste. Sie erhielt die Rechnungen für ihre regelmäßigen Krankenfahrten. Mehr als zehntausend Euro sollen aufgelaufen sein. Und so fasste sie mit der anderen Alkoholikerfamilie einen todsicheren Plan. Sie müsste nur damit drohen, andere umzubringen, dann würde sie von Polizei wegen eingeliefert und niemand könne ihr die Rechnung schicken. Das ging beim ersten Versuch schief. Schnell bemerkten die Polizisten, es handele sich nur um eine vorgetäuschte Straftat. Das brachte ihr neben weiteren Rechnungen noch gleich ein paar Strafanzeigen ein. Heute war sie schlauer. Sie rief also wieder einmal den Krankenwagen, der dann auch kam. Dann griff sie allerdings die Sanitäter an, die sich daraufhin wieder zurück zogen, dazu aber die Polizei informierten, die mit zwei Mannschaftswagen und sechs Mann anrückten. Man muß wissen, die Frau ist knapp einen Meter sechszig groß und wiegt gerade einmal 55 kg. Aber es schadet ja nichts und seit den Anti-Corona Demonstrationen in Berlin wissen wir, die Polizei hat ein Problem mit Leuten, die jünger als 75 Jahre alt sind und nicht im Rollstuhl sitzen. Und so wurde die kleine Frau heute wieder einmal eingewiesen. Mit 3,5 Promille. Und eine Waffe will die Polizei in der Wohnung auch noch gefunden haben. Es wird nicht langweilig in Buskow.