Auch das gibts: Berliner bedroht DHL Boten mit Waffe

Berlin – Die Bedrohung eines Paketzustellers Samstag Nachmittag in Prenzlauer Berg löste einen Polizeieinsatz aus. Nach bisherigen Erkenntnissen wollte der 25-Jährige gegen 16.20 Uhr in der Liselotte-Herrmann-Straße ein Paket ausliefern. Da der Empfänger nicht Zuhause war, klingelte er bei anderen Mietern des Wohnhauses. Daraufhin öffnete ein Mann einer Wohnung im ersten Obergeschoss ein Fenster, soll dann den Lieferanten angeschrien und drohend einen Stock in der Hand gehalten haben. Anschließend verschwand der Mann kurz in seiner Wohnung, erschien dann wieder an dem Fenster und soll dann eine Schusswaffe auf den 25-Jährigen gerichtet haben. Zeitgleich soll ihn der Mieter beleidigt haben. Der Paketzusteller lief daraufhin zurück zu seinem Fahrzeug und fuhr mit diesem weg, um sich in Sicherheit zu bringen. Anschließend alarmierte er die Polizei. Einsatzkräfte sperrten in der Folge die Liselotte-Herrmann-Straße zwischen Kniprodestraße und Hans-Otto-Straße. Das Spezialeinsatzkommando wurde alarmiert. Mit einem Durchsuchungsbeschluss wurde die Wohnung des 61 Jahre alten Tatverdächtigen von den Kräften des SEK begangen. Der Mieter war nicht mehr anwesend. In seiner Wohnung entdeckten Polizistinnen und Polizisten eine Luftdruckpistole und beschlagnahmten diese. Anschließend wurden die polizeilichen Maßnahmen beendet und die Straßensperrung wieder aufgehoben.
Gegen 0.50 Uhr sah die Besatzung eines Funkwagens den Tatverdächtigen in der Nähe seiner Wohnanschrift. Sie stellten seine Personalien fest. Der 61-Jährige begleitete dann die Polizisten in das Polizeigewahrsam und ließ sich dort freiwillig Blut abnehmen. Anschließend wurde er entlassen. Die Ermittlungen führt der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin.