Wo sind die Freitagsdemos hin?

Nachdem mir einer der vermutlichen Mitveranstalter der Freitagsdemonstrationen „Fridays for Future“ erklärte, es wäre bei der vergangenen Demo ein mitreissender Vortrag über Mikroplastik gehalten worden, hatte ich mir vorgenommen, doch noch einmal diese Demo zu besuchen. Mein Besuch bei der ersten Demo endete sehr schnell, nachdem ich sah, dass es sich viel mehr um eine Schülerbelustigung statt um eine ernsthafte Demonstration handelte.

Überhaupt bin ich ein Gegner dieser Greta Thunberg Bewegung, denn die Schüler wissen überhaupt nicht, was Umweltschutz bedeutet. Diese Bewegung ist ein reines Politikum, es werden Schüler in Massen mobilisiert um den CO2 Ausstoss zu verringern, den steigenden Meeresspiegel aufzuhalten, eine globale Erwärmung zu stoppen.

Ich setze mich seit dem Jahr 2003 intensivst mit Umweltschutz auseinander. Dies war das Jahr, in dem ich das erste mal überhaupt in der Nordpolarregion unterwegs war – in Ilulissat in der Disko-Bucht auf Grönland. Hier war kurz zuvor Angela Merkel und hat sich den Ilulissat Gletscher angesehen und wie täglich riesige Eisberge hier abbrechen und man verkaufte es ihr als Klimawandel. Dieser Gletscher war immer schon der am stärksten kalbende Gletscher der nördlichen Hemisphäre. Mit Merkels Besuch dort, nahm die Umwelthysterie wahrlich an Fahrt auf.

Es sind die vielen kleinen Lügen, die mich rasend machen vor Wut. Da wird behauptet, der Meeresspiegel steigt, wenn die Pole abtauen. Dann konnte man nicht mehr verheimlichen, dass die Eismasse am Südpol, der Antarktis, dramatisch grosse Ausmasse annimmt. Dann wurde behauptet, der Meeresspiegel steigt, wenn der Nordpol abtaut. Und es wurde bewiesen, wenn der Nordpol abtaut, wird sich am Meeresspiegel überhaupt gar nichts ändern, denn unter dem Nordpol ist keine Landmasse und Ihr Wasserglas läuft im Sommer auch nicht über, wenn die Eiswürfel abgetaut sind. Doch hier half schon alle Argumentation nicht mehr, der Mob hatte sich auf die Fahnen geschrieben, der Meeresspiegel steigt, weil der Nordpol abtaut.
Wie dem auch sei, ich hätte noch bestimmt eintausend weitere Beispiele parat. Doch nicht die Unwissenheit der Masse macht mich so wütend, wütend macht mich, dass die Massen in einem Debattenstrudel gefangen sind während die wahren Probleme nicht an die Öffentlichkeit kommen.

Niemand spricht darüber, wie ein einziger Urwaldriese soviel CO2 in Sauerstoff wandelt, wie eintausend Bäume aus einem deutschen Normwald.
Niemand spricht darüber, wie jedes Jahr eine Fläche so gross wie die Bundesrepublik Deutschland an Primärwald abgeholzt wird.
Als Primärwald wird Altbestand im Regenwald bezeichnet. Mehrere hundert Jahre alte Bäume.
Niemand spricht darüber, welche bestialischen Auswirkungen die Brandrodungen auf die Tiere haben.
Die Tiere im Regenwald verbrennen bei lebendigem Leib und wer einmal gesehen hat, wie tausende Tiere aus einem Wald flüchten, kann diese Bilder nie wieder vergessen.
Und wer einmal einen Wal im Meer, in seinem natürlichen Lebensraum gestreichelt hat und spürte, wie sanft und vorsichtig diese Riesen mit einem zerbrechlichen Menschen umgehen, dem treibt es die Tränen in die Augen, wenn er sieht, wie grausam die Tiere abgeschlachtet werden.
Aber alle sprechen darüber, wie sie 0,004% CO2 in der Luft um 0,00002% reduzieren wollen obwohl alle Vorschläge über den Weg dahin die Situation noch viel schlimmer machen.

Eines von tausenden Bildern nach einer Brandrodung

Ja, Umweltschutz ist wichtig und es muss endlich etwas getan werden. Doch Gesetze zur zwangsweisen Einführung von E10 führen nur zu einer weiteren Dramatisierung der Situation.
Selbst die Grünen glauben ihren eigenen Schmarrn. So erklärte mir kürzlich einer, der benötigte Alkohol für E10 käme komplett aus Deutschland und bestätigte dies mit einer Broschüre, herausgegeben von den Grünen.
Nein, der Alkohol kommt auch aus Gegenden, wo vor zehn Jahren noch Regenwald stand.
Ich bin nicht in der Lage, so viel Text und so viele Bilder hier zu veröffentlichen, wie grausam der Mensch mit der Welt umgeht. Bald ist wieder Sommer. Bald werden auf den Faröer Inseln wieder hunderte von Walen abgeschlachtet. Weil es Tradition ist. Weil sich die Männer im Kampf gegen den Wal beweisen können.
Die Wale werden mit Schiffen in eine Bucht getrieben und im knietiefen Wasser mit Äxten und Knüppeln erschlagen.
Jeder Journalist, der in auf diesem jährlich stattfindenden Schlachtfest Fotos macht, wird sofort verhaftet oder den Einwohnern verprügelt.
Die Faröer Inseln gehören zur EU.

Wal-Schlachtfest auf Faröer Inseln mit freundlicher Erlaubnis von Sea Shepherd

Müll, insbesonders Kunstoffmüll landet in tausenden Tonnen jedes Jahr in den Weltmeeren.
Als kleine Genugtuung empfinde ich, dass diese Umweltverschmutzung nun wieder beim Menschen ankommt. Im Meersalz ist Microplastik, in Meeresfischen ist Microplastik und sogar, um mal wieder in die Region zu kommen, im Ruppiner See, der Müritz und Havel wurde Microplastik gefunden. Das wird von den Fischen aufgenommen und landen im menschlichen Körper. Der Kreislauf ist geschlossen.

Plastikteppich im Ozean

Und jetzt taucht ein 16 jähriges Mädchen auf und alle Welt verfällt in Hysterie. Sie soll zur Frau des Jahres gekürt werden, eine goldene Kamera erhalten (wofür eigentlich?) und wurde für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Und was fordert sie?
Den CO2 Ausstoss zu reduzieren, Kohlekraftwerke zu schliessen und auf E-Mobilität zu setzen.
E-Mobilität ist das Schlagwort des 21. Jahrhunderts.
Keinen Menschen scheint es zu interessieren, dass E-Mobilität die Umweltverschmutzung nochmal auf ein ganz neues Niveau heben wird.

Lithiumgewinnung in der Atacama-Wüste

Und genau aus diesem Grund bin ich so böse mit dieser Schülerbewegung.
Doch leider wurde mir noch immer nicht erklärt, warum gestern diese Demonstration nicht stattgefunden hat.
Die Veranstalter sprechen nicht mit mir.
Daher kann ich nur mutmassen.
Kann es mit der Forderung von Greta Thunberg nach mehr Atomenergie zusammenhängen? Immerhin ist Deutschland das einzige Land, welches in blinder Panik durch die Präsidentenentscheidung „Merkel befiehlt“, in absolut kurzer Zeit aus der Atomenergie aussteigen will.
Oder kann es daran liegen, dass offenbar der PR-Berater von Greta ihr erklärte, diese Äusserung war jetzt nicht so gut und Greta sich nur einen Tag später absolut und rigoros von ihrer Forderung distanzierte und dies die Jugendlichen gemerkt haben?
Oder haben die Neuruppiner Schüler schlicht keinen Bock mehr, sich Freitags in die Kälte und den Regen zu stellen?
Drei denkbare Thesen, die wohl nie aufgeklärt werden, denn sowohl Veranstalter als auch deren engerer Verbündetenkreis sprechen nicht mit mir und die im Dunstkreis befindlichen roten und grünen Politiker und Journalisten haben ausser reflexartiger Beschimpfungen auch nichts weiter für mich übrig.
Somit hat sich das Thema Kampf für den Umweltschutz, zumindest in Neuruppin, offenbar in CO2-freiem Dunst aufgelöst.

Thomas Gebauer, Administrator einer Neuruppiner Facebookgruppe erklärte auf Nachfrage nur, er werde mir den Zugang zu dieser Facebookgruppe verwehren, sollte ich weiter an dem Thema Fridays for Future arbeiten, da den Initiatoren meine Argumentation nicht gefällt – sprich, weil ich nicht einhundertprozentig hinter ihnen stehe.

Zum Thema Umweltschutz werde ich in der kommenden Zeit noch öfter schreiben, da wir im Landkreis OPR einige Projekte planen.
Bis dahin möchte ich persönlich den geneigten Leser bitten, sich im Bereich Umwelt-,Natur- und Tierschutz einzubringen.
Ich unterstütze aktiv international die Organisation zum Schutz der Meere Sea-Shepherd und im Kreis den Tierschutzverein Neuruppin

Und besser als zu demonstrieren ist allemal, wirklich etwas zu tun.